Agriturismo San Gimignano, Siena, Toskana

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Der Landwirtschaftsbetrieb

Mein Vater Sebastiano Leanza erwarb diesen Bauernhof im Jahr 1978 dank eines von der Cassa Contadina gewährten Darlehens. Diese Körperschaft trat durch die Agrarreform von 1949 in Kraft.
Mein Großvater als auch mein Urgroßvater und mein Urgroßvater waren Bauern und arbeiteten auf sizilianischen Ländereien. Mein Vater emigrierte in den späten 60er Jahren. Zunächst begab er sich auf die Alpen, in die Täler an die Grenze zwischen Italien und Österreich und dann verwirklichte er in der Toskana seinen Traum.

Der Hof war größtenteils zerstört, es gab weder Trinkwasser, noch einen Telefon- oder Gasanschluss. Die Stromleistung betrug 160 Volt und die Straße war kaum mehr als ein Viehweg. 80% der Gebäude war in einem sehr schlechten Zustand und die beiden Scheunen waren verfallen. Nur ein Haus war bewohnbar. Die Brombeeren und andere wilde Vegetation hatte einen ganzen Olivenhain bedeckt und Wildschweine kamen zum Fressen bis in den Garten der Villa. Um sich den Zustand der Vernachlässigung vorzustellen, denke man nur daran, dass Jäger auf dem Hausdach zum Erspähen des Wildes fest Stellung bezogen.
Bis Mitte der 80er Jahre war das Unternehmen an der Tierzucht von Milchkühen orientiert. Die Produktion von Trauben und Ölsorten war im Vergleich zum Getreide und dem Futtermittel für Kühe nur eine Nebenproduktion.

Im Sommer des Jahres 1984 schliefen die ersten Gäste im bewohnbaren Teil des Hauses
Das Wort Agrotoursimus war bis dahin sowohl den Gästen als auch den Bauern völlig unbekannt. Es handelte sich eher um ein Phänomen des „Naiven“: Menschen auf der Suche nach neu zu erkundenden Strecken...

Fattoria Voltrona ist daher einer der ersten Agrotourismusbetriebe, die in der Toskana gegründet wurden.
Von 1984 bis heute haben wir die Gebäudestruktur ständig modernisiert, Gebäude und Anlagen saniert und in Sonderkulturen investiert.

Voltrona ist die Frucht der Arbeit eines ganzen Lebens: das meines Vaters und einen guten Teil meines Lebens. Vor allem ist es aber das Ergebnis der Arbeit von Menschen, die mit meiner Familie mehr oder weniger problematische Jahreszeiten geteilt haben und weiterhin teilen.
Heute ist der Hof kein Familienbetrieb mehr, denn der Arbeitsumfang erlaubt dies nicht. Die vielen von uns hergestellten Produkte und die Aktivitäten erfordern eine Reihe von Kompetenzen und Fertigkeiten, die nur ein eng zusammenarbeitendes und gut ausgewähltes Team meistern kann.
Vom familiengeführten, landwirtschaftlichen Betrieb zur Sicherung des Lebensunterhaltes sind wir zum sogenannten multifunktionalen Landwirtschaftsbetrieb übergegangen, in dem die Bewirtschaftung brachliegender Flächen, Vieh- und Forstwirtschaft von Unterkunftsmöglichkeiten ergänzt und ausgebaut werden.

Seit über dreißig Jahren bieten wir einen umfassenden Service ländlicher Gastfreundschaft, den wir fortwährend ausbauen. Dabei versuchen wir ständig ein Gleichgewicht zwischen der Spontaneität der 80er Jahre und die veränderten Bedürfnisse der Besucher herzustellen.
Ein Gleichgewicht, das man heute mit dem Begriff ländliches Hotel oder verbreitetes ländliche Hotel umschreiben kann.

Malcolm


~ Seit 1984 ~
Fattoria Voltrona
einer der ersten Bauernhöfe in der Toskana